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NATÜRLICHES Frebershausen

Rosengalle oder Schlafapfel

Zu den häufigsten Gallen gehören die Schlafäpfel an Hunds und Feldrose. Gallen können bei Pflanzen räumlich und Zeitbegrenzte Formveränderungen hervorrufen. Diese Anomalien dienen den Erregern als Obdach und Nahrung. Der Schuldige ist hier eine kleine Gallwespe mit Namen Diplolepis rosae. Sie ist etwa 5mm groß. Ein anderer für die Gallwespe ist Bedeguare. Dieser Name kommt aus dem persischen badawar und bedeutet windgeboren. Der Name kommt daher, das man früher dachte, sie kämen irgendwoher aus der Luft und nicht wusste, dass Tiere für ihre Bildung verantwortlich sind.

Die Weibchen schlüpfen im Juni bis Juli und legen mehrere Eier in die Rosenknospen oder an die Jungen Triebe der Rose. Die schlüpfenden Larven lösen durch ihren Fraß, aus ungeklärter Ursache, die Wucherung der Galle aus. Die Galle umgibt die Larve und versorgt sie mit Nahrung. Nach der Überwinterung und der Verpuppung in der Galle nagen sich die Wespen im Frühjahr einen Weg ins Freie und der Zyklus beginnt von Neuem.


© Bianca Lüdde

Die Rosengalle ist zunächst grün, färbt sich aber im Laufe der Zeit rot und ist dicht mit Haaren besetzt. Typisch sind winzige rötliche Drüsen auf der Blattunterseite, die nach Berührung einen unverkennbaren Duft nach frischen Äpfeln verströmen. Die Galle kann über 50 mm groß werden und besteht aus mehreren Kammern, in denen sich jeweils eine Larve entwickelt. Im August hat die Galle einen ungefähren Durchmesser von 7-10 cm.

Früher benutzte man die Gallen für recht abenteuerliche Anwendungen. Zum Beispiel versuchte man aus einem Sud der Gallen, den Durchfall der Rinder zu Heilen. Nebenbei wurde es auch als Diuretikum verwendet. Das Pulver der getrockneten Larven sollte gegen Bandwürmer helfen. Die getrockneten Larven in Form einer Kette sollte gegen Keuchhusten helfen. Der Name Schlafapfel, kommt daher, dass man früher glaubte das sie unter dem Kopfkissen einen besseren schlaf bewirkten.


 

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